Archiv und Geschichte

Seit 2012 bemüht sich die VG Rüdesheim, ein Kommunalarchiv aufzubauen. Seit dem 1. 1. 2017 besteht die VG Rüdesheim im Landkreis Bad Kreuznach aus 32 Ortsgemeinden, zuvor aus 27.

Die von 1969/70 bis Ende 2016 bestehende Verbandsgemeinde Rüdesheim ging aus den früheren Amtsbürgermeistereien Rüdesheim, Waldböckelheim, Wallhausen und Winterburg hervor.

Ein Teil des historischen Schriftgutes reicht bis in die napoleonische Zeit (Bestände Waldböckelheim), zum Teil bis ins 19. Jahrhundert (Bestände Waldböckelheim und Rüdesheim) zurück. Auch die Zeit des Ersten Weltkriegs, die Jahre der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus sind gut überliefert. Das Schriftgut von den 1930er Jahren bis zur rheinland-pfälzischen Kommunalreform 1969/70 steht gleichfalls für die genannten Ämter und ebenso für Wallhausen und Winterburg, letzteres mit Einschränkung aufgrund der unvollständigen Überlieferung, bereits der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Thematisch werden im Archiv der Verbandsgemeinde Rüdesheim alle wichtigen Bereiche aus dem Verwaltungs-, Wirtschafts-, Kultur- und Vereinsleben abgehandelt.

Die erwähnten Bestände sind über Findmittel erfasst und können von Interessenten der Bereiche Heimatkunde, Studium, Schulen und andere mehr jederzeit während der Öffnungszeiten des Archivs (siehe rechts) eingesehen werden.

Eine schriftliche oder telefonische Anmeldung inklusiv grobe Formulierung des beabsichtigten Forschungsgebietes ist hilfreich (siehe Kontaktdaten).


Kurzer Abriss der Geschichte der Verbandsgemeinde Rüdesheim

Seit dem 1. Januar 2017 besteht die Verbandsgemeinde Rüdesheim aus 32 Ortsgemeinden: Allenfeld, Argenschwang, Bockenau, Boos, Braunweiler, Burgsponheim, Dalberg, Duchroth, Gebroth, Gutenberg, Hargesheim, Hergenfeld, Hüffelsheim, Mandel, Münchwald, Niederhausen, Norheim, Oberhausen, Oberstreit, Roxheim, Rüdesheim, St. Katharinen, Schloßböckelheim, Sommerloch, Spabrücken, Spall, Sponheim, Traisen, Waldböckelheim, Wallhausen, Weinsheim und Winterbach.

Die Verbandsgemeinde Rüdesheim ist damit die größte Verbandsgemeinde des Landkreises Bad Kreuznach, sowohl von der Fläche (19704 ha) als auch von ihrer Einwohnerzahl (28000) her.

Seit 1816 gehören die Gebiete nördlich der Nahe zum Landkreis Bad Kreuznach. Seit dieser Zeit gingen mehrere Verwaltungsreformen über diese Region hinweg. Erinnert sei an die Tatsache, dass 1912 Bad Münster am Stein aus der Bürgermeisterei Hüffelsheim ausschied. Nach der Ausamtung von Münster am Stein wurden die beiden Landbürgermeistereien Hüffelsheim und Mandel zu einer mit Sitz in Rüdesheim vereinigt. Vor 1969/70, der vorletzten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform, gab es sog. Amtsbürgermeistereien. Dazu gehörten im Bereich der heutigen Verbandsgemeinde Rüdesheim die Ämter Rüdesheim, Waldböckelheim, Wallhausen und Winterburg. Die Kommunalreform 1969/70 brachte große Veränderungen mit sich. Es war ein Kuriosum, dass vorübergehend Rüdesheim in die Stadt Bad Kreuznach eingemeindet wurde. Dieser Zustand währte nur kurze Zeit. Aus dem alten Amt Rüdesheim wurden Niederhausen, Norheim, Traisen der neu gebildeten Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg zugewiesen.

Von 1970 bis 2016 bestand die Verbandsgemeinde Rüdesheim aus 27 Ortsgemeinden: Allenfeld, Argenschwang, Bockenau, Boos, Braunweiler, Burgsponheim, Dalberg, Gebroth, Gutenberg, Hargesheim, Hergenfeld, Hüffelsheim, Mandel, Münchwald, Oberstreit, Roxheim, Rüdesheim, St. Katharinen, Schloßböckelheim, Sommerloch, Spabrücken, Spall, Sponheim, Waldböckelheim, Wallhausen, Weinsheim und Winterbach.

Nach vielen Jahrzehnten stellte sich ab 2010 erneut in Rheinland-Pfalz die Frage einer Gebietsreform. Hinter solchen Verwaltungsreformen standen damals wie heute einerseits Sparzwänge und andererseits das Bestreben, räumliche Erleichterungen für die ortsansässige Bevölkerung zu schaffen. Neu hinzu kamen in einer allgemein alternden Bevölkerung demografische Überlegungen. Wichtige künftige Fragen berührten neben Verkehrsverbindungen, Einkaufsmöglichkeiten, Arbeitsplätzen auch die ärztliche Versorgung, Kindergärten, Schulen und Einrichtungen für die älteren Mitbürger. Der Prozess dieser Gebietsreform zog sich etwa sieben Jahre hin. Schon 2011 und 2012, also zu einem sehr frühen Zeitpunkt, stand fest, dass von der  aufgelösten Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg die Ortsgemeinden Duchroth, Niederhausen, Norheim, Oberhausen und Traisen der Verbandsgemeinde Rüdesheim zugewiesen werden sollten.

Landschaftlich reicht das Gebiet der Verbandsgemeinde Rüdesheim vom Nahetal mit dem Rotenfels und dem Stausee Niederhausen bis zum Naturpark Soonwald-Nahe, wozu das Gebiet der Verbandsgemeinde Rüdesheim fast vollständig gehört. Besondere Reize ergeben sich aus dem steten Wechsel zwischen Weinbergen, Offenland und Wald. Sämtliche Orte weisen eine ihnen eigene weit zurückreichende Geschichte, teilweise bis zu den Römern (z.B. Römervilla Boos) auf. Ebenso bekannt ist die Wallfahrtskirche Spabrücken oder die Klosterkirche Sponheim.  Jeder Ort lohnt intensiver historischer Betrachtung und Entdeckung.

Als erste und bislang einzige Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz verfügt die Verbandsgemeinde Rüdesheim flächendeckend über schnelles Internet.

Kontakt
Rainer Seil
Nahestraße 63
55593 Rüdesheim

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Chronik

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Erscheinungsjahr: 1998

Wer mehr über die geschichtsträchtigen Anfänge unserer 27 Ortsgemeinden bis zu deren jüngsten Vergangenheit (1998) erfahren möchte, greife zu diesem Buch mit 554 Seiten, zahlreichen Abbildungen, Fotos und Zeichnungen.

Neben allgemeiner Geschichte erfahren Sie Wissenswertes über unsere heimische Landschaft, Vegetation, Wirtschaftsentwicklung (u.a. Soonwald, Weinbau), Kirchen, Schulen, Sitten und Gebräuche, bekannte Persönlichkeiten und vieles andere mehr.

Erhältlich für 15 Euro beim Bürgerbüro der Verbandsgemeinde.