Grimma - die Perle an der Mulde
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Dass Johann Gottfried Seume, einer der bekanntesten Reiseschriftsteller des 18. Jahrhunderts, von Grimma aus seine Streifzüge durch halb Europa startete, lag sicher nicht daran, dass es hier an Arbeit, interessanter Geschichte und lieblicher Landschaft gefehlt hätte - im Gegenteil. Heute zieht es Wanderer, Radfahrer und Liebhaber des "schönen Lebens" in diesen Teil des Muldenlandes, der schon ein wenig was vom Paradies hat. Nur zwanzig Kilometer von Leipzig entfernt, an der gleichnamigen Autobahnabfahrt von der A 14 liegt Grimma: nahe genug bei dieser Großstadt und doch auch wieder genug entfernt. Befragt man die über 800-jährige Geschichte Grimmas, wird man Erstaunliches feststellen: So ist die Stadt Geburtsort von Albrecht dem Beherzten, Stammvater des sächsischen Königshauses. Der berühmte Leipziger Buchhändler Georg Joachim Göschen siedelte 1797 mit Druckerei, Verlagshaus und Sommerresidenz in "eine der schönsten Gegenden der Welt".

Wenn die Fahrgastschiffe an der Hängebrücke ablegen, kommt Urlaubsstimmung auf. Am Ufer des Flusses ragen herrschaftliche Jugendstil-Villen, reich verzierte Renaissance- und Barockgebäude wie aus dem Märchenbuch heraus. Grimmas bestens erhaltener Stadtkern ist eine Schatztruhe beeindruckender Architektur. Hier glänzen 450 Einzeldenkmäler in der Altstadt, darunter das Schloss Grimma, die ehemalige Fürsten- und Landesschule und das imposante Rathaus. Berühmte Landschaftsmaler wie Carl Gustav Carus, ließen sich von der romantischen Umgebung inspirieren. Dichter gerieten über diesen Anblick ins Schwärmen. Große Namen wie Schiller, Wieland, Seume oder Goethe verhalfen Grimma in der Blüte des Buchdruckes zu dem Titel „Literaturstadt“. Die Reliquien und das literarische Vermögen dieser Zeit finden sich in den Schatzkammern der Museen und Archive. Hier gibt es zahlreiche Gründe, sich die Buchstadt von ihren vielen guten Seiten einmal genauer anzuschauen. Wie zuhause bei Wilhelm Ostwald. „Haus Energie“ nannte der Wissenschaftler und einziger sächsischer Nobelpreisträger seinen Landsitz, der heute ein seltenes Juwel darstellt: die völlig erhaltene Wohn- und Wirkungsstätte eines Ausnahmeforschers. Für Radfahrer ist Grimma und sein Umland ein Eldorado. Die besten Verbindungen für Zweiräder laufen hier zusammen. Ob als Familie oder sportlich anspruchsvoll unterwegs, Rennrad oder Mountainbike – die Region bietet knapp 500 abwechslungsreiche Kilometer, unter anderem auf dem Mulderadweg, dem Muldentalbahn-Radweg oder der Parthe-Mulde-Radroute Leipzig-Grimma. Die Urlaubsdörfer Höfgen und Kössern liegen mitten in der Natur und locken ihre Besucher mit zahlreichen Kulturveranstaltungen in die malerische Flusslandschaft. Das „Dorf der Sinne“ Höfgen feiert die sinnliche Wahrnehmung, während Kössern als Dorf der Baumeister die Herzen von Architekturfans höher schlagen lässt.

Die Wohn- und Gewerbegebiete umschließen dicht gedrängt die Altstadt und machen Grimma zum Muster einer kompletten Stadt. Die historische Stadt im Muldental vereinigt seit 2012 64 traditionsreiche Orte. Heute wohnen in der Flächenkommune rund 30.000 Menschen. Durch die Gebietsveränderungen zählt Grimma zur größten Stadt im Landkreis und führt die Spitze der flächenmäßig weitläufigsten kreisangehörigen Städte in ganz Sachsen an.

Foto: Redok Art David Rieger Grimma 

Partnerschaftsvertrag
Unterzeichnung Partnerschaftsvertrag mit Grimma 2014


Zum Internationalen Musikantentreffen vom 12. bis 14. September 2014 begleitete eine Delegation aus der Verbandsgemeinde Rüdesheim das Blasorchester Waldböckelheim ins sächsische Grimma.

In diesem Rahmen unterzeichneten Oberbürgermeister Matthias Berger und Bürgermeister Markus Lüttger einen Vertrag, mit dem beide Kommunen nun offiziell die seit langem bestehende Freundschaft als offizielle Partnerschaft besiegelten.

"Weniger die Unterschriften der Bürgermeister als vielmehr die Menschen beider Regionen sind wichtig, um der Freundschaft viele schöne Momente folgen zu lassen", so Lüttger in seiner Ansprache.

Oberbürgermeister Berger dankte im Namen der Bevölkerung für die große Hilfsbereitschaft aus der Verbandsgemeinde Rüdesheim, die Grimma nach dem letzten Hochwasser 2013 entgegen gebracht wurde. Gemeinsam hofft man jetzt, dass Vereine, Verbände und Kirchen die Partnerschaft erweitern und mit Leben füllen.