Geschichte

Drei bekannte Quecksilberzüge

Die Grube Schmittenstollen erschließt die 3 bekannten Ouecksilberzüge im Wald von Niederhausen - den Schmittenzug, den Martinszug und den Zug Treue Zuversicht - und ist über einen 60 m tiefen Fahr- und Förderschacht mit dem Karlsglückstollen verbunden. Diese 3 Gruben sind mit ca. 15.000 m Stollen, Strecken und 100 m Schächten aufgeschlossen, von denen im Schmittenstollen z. Z. 700 m für den Besucher freigegeben wurden. 1936 -1942 arbeiteten im Schmittenstollen 1 Steiger und 23 Hauer.

Besucherbergwerk Schmittenstollen - Bergwerk 2

Der Beginn des Ouecksilberbergbaues auf dem Schmittenzug läßt sich bis in das „15.Jhdt.“ zurückverfolgen. Ob davor u. U. schon zur Römerzeit Bergbau betrieben wurde, kann mit Sicherheit nicht nachgewiesen werden, wenngleich die dem Gott Merkur auf dem Lemberg geweihte Kultstätte möglicherweise darauf schließen ließe.

In der letzten der 3 großen Betriebsperioden, 15.-17. und 17.-18. Jahrhundert und Mitte des 19.Jahrhunderts bis 1942, wurden die im Schmittenstollen abgebauten Quecksilbererze, Zinnobererze, zum Karlsglückstollen abgestürzt und abgefördert und durch den Karls- glückstollen zu Tage gebracht. Das Erz wurde vom Mundloch des Karlsglückstollens mit einer Seilbahn über die Nahe nach Niederhausen gebracht und von dort durch Reichsbahn-LKWs zur Quecksilberhütte Obermoschel.

In dieser letzten Betriebsperiode wurde der heute für den Besucher freigegebene Stollen auf den jetzigen Querschnitt erweitert. Auch wurden die spätmittelalterlichen Grubenbaue freigelegt, so dass der Besucher auch die nur mit Schlegel und Eisen aufgefahrenen Strecken der Alten und deren Arbeitstechnik erkennen kann. Ein Blick in die abgebauten Erzadern verdeutlicht dem Besucher, unter welchen Bedingungen die Bergleute das Erz dem Lemberg abgerungen haben, aber auch, wie mit einfachsten Mitteln - ohne Maschinen und Sprengstoff - die bergmannischen Arbeiten ausgeführt wurden.